Biochips mit Blutgefäßen

TU Wien

Der Transport von Substanzen wie Zucker oder Sauerstoff in menschliches Gewebe konnte noch immer nicht ausreichend erforscht werden. Unter anderem in der Krebsforschung spielt das Verständnis jener Transportprozesse eine wichtige Rolle. Forscher der TU Wien haben nun in Zusammenarbeit mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie Biochips entwickelt, um die Prozesse hinter diesem Stofftransport besser untersuchen zu können. Bisher war der Forschungsbereich Stofftransport ausschließlich auf Tierversuche angewiesen. Diese haben allerdings viele Nachteile – nicht nur auf ethischer Ebene. Auch ihre Resultate sind nicht in allen Fällen auf den Menschen übertragbar. Daher kommt es in späteren Versuchsstadien immer wieder zu überraschenden Nebenwirkungen. Die sogenannten „Organs-on-a-Chip“ jedoch werden mit menschlichen Zellen gezüchtet. In den Chips bilden die Zellen durch natürliche Wundheilungsprozesse neues Gewebe, in dem sich dann auch ein Netzwerk von Blutgefäßen entwickelt. Nun können die Wissenschaftler die Stoffzufuhr im Chip genau dosieren – und den Stoffaustausch präzise analysieren. Das Spektrum an potentiellen Forschungsmöglichkeiten für die Organ-Chips ist äußerst breit.

Diana Fiedler

Vom Schreiben war Diana Fiedler schon immer begeistert. Zuerst hat sie für eine Schülerzeitung und nach dem Abitur für ein Stadtmagazin geschrieben, jetzt konnte sie erste Einblicke in den Wissenschaftsjournalismus bekommen. Sie studiert Geographie und ist seit kurzem bei Treffen der Initiative “Bunte Wiese“ der Uni Tübingen dabei, die sich für mehr Artenvielfalt auf öffentlichen Grünflächen einsetzt.