Zu viel Regen im Norden, zu wenig im Süden.

Der Klimawandel bringt weltweit die Niederschlagsmuster durcheinander.

Es gibt global neue Trocken- und Nässerekorde, wie eine neue Studie des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung zeigt. Dafür haben die Forscher die Daten von 50.000 Wetterstationen weltweit runtersucht. Während die Trockenrekorde in Subsahara-Afrika und in der Sahelzone um 50 Prozent zugenommen haben, haben die Nässerekorde in den zentralen und östlichen Regionen der USA um 25 Prozent, in Mittel- und Nordeuropa sogar stellenweise bis zu 37 Prozent zugenommen. Der stetige und messbare Anstieg dieser Extreme deute laut den Wissenschaftlern klar auf einen menschengemachten Klimawandel hin. Normalerweise treten solche Rekordwetterereignisse zufällig auf. Mit der zunehmenden Erderwärmung lässt sich jedoch ein bestimmtes Muster erkennen: Wenn die Erderwärmung wie aktuell weiter verstärkt zunimmt, dürften die Extreme deshalb noch weiter zunehmen.

Elisa Münch

Elisa Münch studiert im 7. Semester Ethnologie und Politikwissenschaft. Ihre Interessen reichen von Kultur und Gesellschaft bis hin zum Weltraum und den Dinosauriern. Frauenthemen liegen ihr jedoch besonders am Herzen. Nach ihrem Studium möchte sie ein Volontariat bei einer Tageszeitung oder beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk machen. Das Seminar "Wissenschaftsjournalismus" hat ihr bereits einen wichtigen Eindruck in die journalistische Arbeit ermöglicht.