Digitale Mordlandkarte vom Mittelalter Londons

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Durch die Digitalisierung von Londons mittelalterlichen Morden, kann die neue „Mordlandkarte“ beim Durchlaufen Londons visuell erlebet werden. Der Kriminologe  Manuel Eisner von der Universität Cambridge hat alle untersuchten Mordfälle Londons aus der Zeit von 1300 bis 1340 in einer App zusammengestellt. Diese ermöglicht es Touristen, die Morde nach Jahr, Waffen oder Tatorten zu filtern und die ‚hot spots‘ auszumachen. Gleichzeitig lassen sich in der digitalen Landkarte auch Statistiken betrachten. Das Töten war, so zeigt die Karte, im Mittelalter eher eine Sonntagsaktivität: An diesem Tag wurden 31 Prozent der Morde verübt – vermutlich, weil die Menschen Zeit hatten zum Trinken und für Geldspiele. Eisner schätzt die Mordrate des mittelalterlichen Londons 15 bis 20 mal höher ein als die heutige. Ein allumfassender Vergleich zur heutigen Zeit fällt letztlich jedoch schwer. Denn im 21. Jahrhundert gibt es zwar tödlichere Waffen  –gleichzeitig aber auch eine bessere medizinische Versorgung.