Liane aus dem Regenwald als Mittel gegen Krebs

Forscher haben in der Natur eine neue Substanz gefunden, die gegen Krebs der Bauchspeicheldrüse eingesetzt werden könnte.

https://pixabay.com/de/die-dschungel-von-chiapas-1865639/

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den tödlichsten Krebsarten überhaupt. Forscher vom Institute of Natural Medicine der Universität Toyama in Japan und vom Institut für Organische Chemie der Universität Würzburg haben nun eine neue Substanz mit Wirkeigenschaften gegen eine Form von Bauchspeicheldrüsenkrebszellen entdeckt, die sogenannten PANC-1-Krebszellen. Diese Bauchspeicheldrüsenkrebszellen sind sehr resistent und können auch bei einem großen Mangel an Nährstoffen lange überleben, was Mediziner auch als „Austerität“ bezeichnen. Schon vor einiger Zeit hatte das gleiche Forscherteam andere Pflanzenwirkstoffe mit einem solchen „Antiausteritäts-Potenzial“ entdeckt.

Nun ist es den Forschern gelungen, die Substanz Ancistrolikokin E3 der Liane zu isolieren und strukturell aufzuklären. Laborversuche mit Krebszellen haben gezeigt, dass Ancistrolikokin E3 dafür sorgt, dass die Krebszellen anfällig gegen die Nährstoffarmut werden und sterben. Dies funktioniert aber nur, wenn die Zelle tatsächlich in Nährstoffarmut gerät. Darüber scheint Ancistrolikokin E3 gegen die Streuung und Koloniebildung der Krebszellen zu wirken. Die Untersuchungen zeigen, dass Substanzen mit diesem „Antiausteritäts-Potenzial“, vielversprechend im Bezug auf die Entwicklung neuer Antikrebsmittel sein könnten.

Tanja Ascher

Tanja Ascher steht kurz vor Ihrem Bachelorabschluss im Fach Germanistik. Texte schreiben war bereits zentraler Inhalt ihres Studiums. Das „Studentenfutter“ gab ihr die Möglichkeit noch eine ganz andere Art von Textproduktion kennen zu lernen und sich mit fachfremden und gleichzeitig spannenden Themen journalistisch auseinander zusetzen.